Meinungsfreiheit:Wem gehören die Medien?

Medienbesitz bedeutet Meinungsmacht. Massenmedien unterscheiden sich deshalb von jedem anderen Wirtschaftszweig, denn Kartelle dort wirken sich auch auf die Meinungsvielfalt und -freiheit aus. Reporter ohne Grenzen setzt sich weltweit für Transparenz der Besitzverhältnisse von Medien ein und betreibt den „Media Ownership Monitor” (http://mom-rsf.org) als Recherche- und Publikationsinstrument, mit dem gefährliche Konzentrationstendenzen offengelegt und ihnen so entgegengewirkt werden kann.
In dieser Session stellt Olaf Steenfadt das Projekt und die dort gesammelten Ergebnisse und Erfahrungen vor. Auf dieser Grundlage wollen wir dann über die medienökonomischen Folgen digitaler Technologie und deren Auswirkungen auf Grundrechte, wie die Meinungs- und Informationsfreiheit, diskutieren.

„Meinungsfreiheit braucht Vielfalt. Deshalb sehen wir die zunehmende Medienkonzentration weltweit mit Sorge. Digitalisierung und Globalisierung scheinen diesen Trend nur noch zu beschleunigen“, sagt Olaf Steenfadt.

Olaf Steenfadt leitet das internationale „Media Ownership Monitor“-Projekt für Reporter ohne Grenzen. Seit vielen Jahren engagiert er sich als Berater und Coach für Medienpluralismus, besonders in der Entwicklungszusammenarbeit. Mandate internationaler Organisationen und NGOs führen ihn dabei vor allem nach Südosteuropa und in die arabische Welt. Zuvor war er in verschiedenen Funktionen für ARD und ZDF tätig. Im Landtagswahlkampf 2015/16 arbeitete er als Kommunikationsdirektor für die CDU Rheinland-Pfalz. Olaf lehrt Medienentwicklung, Medienpolitik und -regulierung an verschiedenen Hochschulen in Deutschland und Europa.