Datenjournalismus:Prototypen für die Zukunft?

Von den Pulitzer-Preis-gekrönten Panama-Papers bis zur hyperlokalen Berichterstattung – der „Data Driven Journalism“ (DDJ) hat es vom Exotenstatus zum Branchenhype geschafft. Datenjournalisten, ob alleine oder im Team, vereinen hierfür klassische journalistische Kompetenzen mit digitaler Recherche, Visualisierung, Statistik und Informatik. Längst leisten sich nicht nur die großen Verlage in Deutschland die Einstellung sowie die Aus- und Weiterbildung eigener Datenjournalisten. Sie brechen mit alten Mustern, arbeiten ressort- und themenübergreifend und bringen ein ganz eigenes Rollenverständnis in die Redaktionen. DDJ-Teams sind damit teils Ausdruck, teils Vorzeichen für den Wandel der Organisationskultur im Journalismus. Den Exotenstatus haben die Datenjournalisten längst abgelegt – sind Datenjournalisten womöglich gar Prototypen für die Zukunft des Journalismus?

„Datenjournalisten streben mit Transparenz eine Stärkung der journalistischen Glaubwürdigkeit an“, sagt Frederik von Castell.

Frederik von Castell ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Journalistischen Seminar der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Seine Schwerpunkte in Ausbildung und Forschung sind Datenjournalismus und Digitale Recherche. Als freier Journalist hat er u. a. in der F.A.Z. und der WELT veröffentlicht, für chrismon.de und ZDF heute.de gearbeitet.