Rolle der Nachrichten:Emoji statt Höhlenmalerei

Elizabeth Daley vom Institute for Multimedia Literacy der University of Southern California hat gezeigt, dass unser Konzept von Sprache als menschliche Ausdrucksform, die ausschließlich verbal funktioniert, im digitalen Zeitalter zu kurz greift und stattdessen die „Multimedia-Sprache“ die neue Umgangssprache darstellt. Wir kommunizieren immer visueller, im Netz ist Video Trumph, und auch die ZuschauerInnen und LeserInnen greifen immer seltener zu Gedrucktem und Geschriebenem. Was für Auswirkungen hat das auf den Journalismus? Welche neuen Darstellungs- und Ausdrucksformen kommen auf uns zu? Darüber wollen wir in diesem Workshop diskutieren und markante Beispiele ansehen.

„Wenn ‚Multimedia’ die neue Umgangssprache ist, werden aus Schreibern auf einmal Bildner. Damit wird der Journalismus bunter, aber vielleicht auch unseriöser“, sagt Hektor Haarkötter.

Hektor Haarkötter, Prof. Dr., ist Fachbereichsleiter Journalismus & Kommunikation an der HMKW Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft Köln. Zuvor war er viele Jahre als Journalist, Filmemacher und TV-Regisseur für fast alle öffentlich-rechtlichen Anstalten und Arte tätig. Er hat zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Veränderung des Journalismus und der Medienlandschaft durch die Digitalisierung geschrieben.